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Die Bitzer und Napoleon

Die Bitzer kämpfen mit - und gegen - Napoleon 1802 - 1815

 

1802 Der Südwesten wird von Napoleon neu geordnet: Die Vorherrschaft Österreichs in unserer Gegend geht endgültig zu Ende und nahezu alle Klöster in Süddeutschland werden aufgelöst. Deren Besitztümer und die von Vorderösterreich werden unter Württemberg, Baden und Bayern aufgeteilt. Die 12 Apostelbilder aus dem Kloster Margrethausen werden von einen Ebinger Bürger aufgekauft und gelangen später auf unbekanntem Wege in die Bitzer Kirche.
1805 Im 3. Koalitionskrieg (1805-1807) müssen wieder 6 Bitzer in den Krieg, diesmal an der Seite Napoleons. Sie werden in Ebingen durch Losentscheid ermittelt. Den Weg nach Stuttgart, wo sie einrücken müssen, legen sie zu Fuß in 3 Tagen zurück.
1811 Fünf Männer aus Bitz kämpfen mit Napoleon in Russland. Vier von ihnen sehen ihre Heimat nicht mehr.
1813 Bei den Befreiungskriegen ist auch der einzige Heimkehrer aus Russland (Gottlieb Leibfritz) wieder dabei, nun gegen Napoleon. Bei 546 Einwohner hat Bitz vom 11. -21.Dezember 400 russische Soldaten im Quartier.
1815 Im Sommer sind wieder 300 Mann österreichische Infanterie und kurz danach 180 österreichische Husaren im Quartier. Bei Kosten von mehreren Tausend Gulden ist Bitz finanziell am Ende und die Gemeinde ist gezwungen, Allmandteile und Güter zu verkaufen - die ohnehin kleine Bitzer Gemarkung schrumpft weiter !
1816 Ab diesem Jahr darf der Schulmeister "Abteilungsunterricht" geben, weil 115 Schüler in einem Schulzimmer und alle Altersstufen in einer Klasse nicht mehr zu bewältigen sind. Viele Schüler mussten ohnehin während des Unterrichts stehen.