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Klimaschutzmanagement in der Gemeinde Bitz

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. 

Förderzeitraum: 01.10.2022 - 30.09.2024

Förderkennzeichen: 67K11241

Partner:

Zuwendungsempfänger und Auftraggeber:Gemeinde Bitz
Projektsteuerung:      Energieagentur Zollernalb
Ingenieurtechnische Betreuung:     Energieagentur Zollernalb


Sachverhalt:
Die Gemeinde Bitz ist sich Ihrer Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz seit vielen Jahren bewusst und achtet insbesondere in den kommunalen Gebäuden auf einen sparsamen, nachhaltigen Energieeinsatz. Alle Gebäude wurden energetisch saniert und die meisten Heizungen auf regenerative Energieträger umgestellt bzw. die Effizienz der Wärmebereitstellung verbessert. So betreibt die Gemeinde eine Hackschnitzelheizung im Bildungszentrum, Holzpelletsheizungen sowie ein Mini-Blockheizkraftwerk im Gairenweg. Um die Bevölkerung, den Gemeinderat und die Mitarbeiter für die Themenfelder Energieeffizienz, Energiesparen und erneuerbare Energien weiter zu sensibilisieren und neue Impulse zu geben, hat sich im Jahr 2014 die Gemeinde Bitz zusammen mit der Energieagentur Zollernalb und gefördert von Bund und Land am Pilotprojekt „Coaching Kommunaler Klimaschutz“ beteiligt.

Als weitere Schritte, um ein strukturiertes und konzeptionelles Vorgehen zum Thema Klimaschutz auf örtlicher Ebene zu etablieren, folgten im Jahr 2015 die CO2-Bilanz für das Gemeindegebiet und 2017 ein Klimaschutzkonzept, jeweils in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Zollernalb. Im Jahr 2018 beauftragte der Gemeinderat die Energieagentur Zolllernalb mit dem Energiemanagement für die kommunalen Liegenschaften. In enger Zusammenarbeit mit den Nutzern, den Hausmeistern und dem Ortsbauamt wurden Energie- bzw. Recourceverbräuche detailliert erfasst und nach Einsparmöglichkeiten gesucht.

Auch die Beauftragung des Ingenieurbüros E3xpert mit der Erstellung eines Energiekonzepts für das Bildungszentrum im Juni 2018 gehört in diesen Kontext. Um die in den verschiedenen Konzepten identifizierten Maßnahmen und Projekte beschleunigt auf den Weg zu bringen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine Verstetigung des Klimaschutzprozesses in der Gemeinde unter Einbeziehung externer Akteure wie Handel und Gewerbe, aber auch Privatpersonen, zu erreichen, war der nächste logische Schritt, einen Klimaschutzmanager einzustellen. Erfolgt die Anstellung eines Klimaschutzmanagers innerhalb von drei Jahren nach Abschluss des Klimaschutzkonzeptes, können 65 % der Personalkosten über Fördermittel abgedeckt werden. Voraussetzung ist, dass die Anstellung projektbezogen auf maximal drei Jahre (um 2 Jahre verlängerbar mit 40% Förderung) und mit mindestens 50 % einer Personalstelle erfolgt.

 

Im Zuge der Anstellung von Herr Huber als Klimaschutzmanager der Gemeinde Bitz wurde aus dem Klimaschutzkonzept der Gemeinde ein großes Vorhaben umgesetzt. Dieses Vorhaben wurde als ``Ausgewählte Maßnahme`` vom Zuschussgeber, ehemals PTJ-Projektträger Jülich, jetzt Z-U-G Zukunft-Umwelt-Gesellschaft mit 50% der Investitionssumme, maximal jedoch 200 000 €, bezuschusst.

Als ``Ausgewählte Maßnahme`` viel die Entscheidung auf die Ertüchtigung der Heizungstechnik des Schulzentrums Lichtensteinschule der Gemeinde Bitz.

Das Schulzentrum besteht aus den Gebäuden Schule, Aula sowie einem Gebäudekomplex aus Schwimmhalle, einer Festhalle und einer 1996 erstellten Turnhalle.

Die Heizzentrale für das gesamte Schulzentrum befindet sich im Gebäudeteil Schwimmhalle/Festhalle/Turnhalle, nachfolgend als Mehrzweckhalle bezeichnet.

Über eine Nahwärmeleitung werden die Gebäude Schule mit Kindergarten, Mensa und Aula versorgt.

Zur Heizwärmeerzeugung sind zwei Gas Kessel mit einer Leistung von je 245 KW BJ 1985 und ein Hackschnitzelkessel aus dem Jahr 2006 mit 220 KW Heizleistung installiert.

Der Hackschnitzelkessel ist hydraulisch nicht optimal im Gesamtsystem eingebunden, zudem ist der Pufferspeicher mit einem Inhalt von 3000 Liter zu gering dimensioniert.

Momentan liegt der Anteil der Heizwärmeversorgung über Hackschnitzel bei ca. 60 % (Gas 40%).

Die Nahwärmeleitung, die aus der Technikzentrale die Schule und Aula mit Heizenergie versorgt, verläuft teilweise in einem Verbindungsgang der beiden Gebäude, teilweise auch ``unterflur`` durch den Schulhof.

 

Unter anderem sind folgende Mängel fest zu stellen:

 

- die Nahwärmeleitung weist sehr hohe Bereitschafts- bzw. Wärmeverluste auf.

- die Heizkreispumpen sind größtenteils noch als ungeregelte Pumpen ausgeführt.

- die Heizungsregelung ist teilweise defekt und auf Handbetrieb gestellt. 

- die Heizungsvorlauftemperaturen sind zu hoch eingestellt.

 

Folgende Maßnahme sind zur Effizienzsteigerung und somit zur Einsparung großer Mengen an Heizenergie vorgesehen:

 

1. Optimierung der Hydraulik der Bestandsanlage

2. Absenkung der Systemtemperaturen

3. Erneuerung der Regelungstechnik

4. Monitoring und Überwachung der Energieverbräuche über Energiemengenzählung 

    der einzelnen Heizkreise

5. Installation einer Solarthermieanlage

6. Installation eines Gas Brennwertgerätes als Spitzenlastkessel und somit 

    Austausch der ineffizienten atmosphärischen Gaskessel

7. Installation einer PV-Anlage zur Eigenstromversorgung und Rest-Ausspeisung

 

Durch diese Maßnahme soll der Anteil der Hackschnitzelheizung an der Heizwärmeversorgung von 60% auf über 80% gesteigert werden. Die Verwaltung rechnet mit einer jährlichen CO2 Einsparung von über 50%.

 

Die Maßnahmen wurden mittlerweile alle umgesetzt. 

 

 

Ansprechpartner:
Roland Huber, Klimaschutzmanager der Gemeinde Bitz
Tel. (07431) 8001-24;

Weiterführende Links:


Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
www.klimaschutz.de                                                   


Projektträger ZUG
 www.z-u-g.org


Gefördert durch:

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